13| Die Jesus-Allegorie II

Was hat mein Monolog 11 also nun mit Jesus zu tun.

Jesus sehe ich als Allegorie, die uns aufzeigen will, was IN uns Menschen vorhanden ist und wie man es zu pflegen hat, um sich in die göttliche Ewigkeit einzugliedern.

Es gibt in seiner Geschichte eine wesentliche Unterteilung, auf die meiner Meinung nach viel zu wenig eingegangen wird. Denn auch Jesus war ein Zwitterwesen.
Einerseits war er der Menschensohn und andererseits der Gottessohn.

Der Menschensohn durchlief köperliche Schicksale wie jeder andere Mensch und ist ja auch als Körper nicht mehr auf der Erde vorhanden.
Der Gottessohn steht nicht für körperliche Bereiche, sondern für die über den Körper hinausgehende geistige und gefühlsmäßige Verbindung mit der Ewigkeit. Und wie man sieht, hat er mehr als 2.000 Jahre „überlebt“.

Wenn man diese beiden „Söhne“ miteinander verwechselt, kommt man nie auf einen grünen Zweig. Im Gegenteil, es ergeben sich daraus eher unzumutbar anmutende Anforderungen an das menschliche Gehirn (man denke nur an die Jungfrauen-Geburt). Diese werden dann oft von den Religionen als unbedingter Glaube eingefordert.
Aber so funktioniert das nicht. Der Mensch kann sich letztendlich ja nicht von seinem Gehirn trennen und dessen Fragen einfach zu verdrängen, ist deshalb absolut nicht dabei hilfreich, um von Jesus helfende Botschaften für sich selbst beziehen zu können.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man sehr gut an Jesus glauben kann – ja, ich gebe zu, ich bin seine Jüngerin geworden – aber ich habe alles hinterfragt. Bei mir gibt es keinen unbedingten Glauben an „etwas“, das irgendjemand von mir fordert. Glauben hat nichts mit dummstellen zu tun.

Auf den Menschensohn muss man nicht so sehr sein Augenmerk legen. Seine Menschengeschichte unterscheidet sich ja nicht besonders von der anderer Menschen in der damaligen Zeit. Er wuchs mit Brüdern und Schwerstern heran und lernte den Beruf des Zimmermanns.

Doch dann entdeckte er in sich die Botschaft Gottes, für dessen Verbreitung er auf die Welt gekommen war.
Und er zeigte als Gottessohn, was diese Botschaft für uns bereithält.

Ich sage es gleich: Niemand kann leben wie Jesus als Gottessohn. Deshalb ist ja ER der Gottessohn.
Und als dieser musste er auf körperliche Bedürfnisse nicht eingehen. Die menschlichen Triebe waren dafür nicht relevant. Die kann jeder auch so erkennen. Er war radikal im Aufdecken der Liebe. Und er bezog sich immer auf den Menschen. Niemals auf Tiere.
Und – er war nicht sozial! Weil ER an nichts anhaften durfte. Auch nicht an Familie oder Freunden. Der MENSCHliche Auftrag ist aber ein anderer.

Aber wir alle können von seiner Geschichte als Gottessohn lernen, was Liebe wirklich ist.

Liebe ist nur insoweit an den Körper gebunden, als für den Einzelnen das Dasein an seinen Körper gebunden ist. Doch die Liebe geht weit über die Materie hinaus und sie bleibt auch nach dem Zerfall unserer Körper bestehen. Wir alle haben Tote, die wir weiterlieben. Sie sind nur nicht mehr sicht- und angreifbar.
Wir alle haben auch andere Bereiche, die wir lieben. Z. B. die Natur, oder eben auch Jesus und Gott.
Die Liebe ist also einfach immer da. Man muss sie nur IN SICH finden.

Doch, wie findet man die Liebe?
Indem man alles was Jesus als Gottessohn forderte, von der Perspektive aus betrachtet, dass man seine Forderungen nicht als solche ansieht, die VON uns verlangen, sondern FÜR uns.

Indem man die Geschichte seiner Verfolgung als die Geschichte ansieht, was mit der Liebe leider viel zu oft geschieht. Aber auch erkennt, dass die Liebe immer wieder aufersteht und alles Körperliche überlebt.

Wir verlieben uns, alles ist voller Wunder, wir möchten uns mit dem „Geliebten“ verbinden, ihn niemals verlassen.
Doch die Verliebtheit ist nichts anderes als ein Reiz, der uns zur Liebe auffordern soll. Und meistens ist dieser Reiz ja auch mit Erotik verbunden, weil diese die körperlichen Triebe mit dem Streben nach Aufhebung der Ur-Angst verbindet. Was die totale Verbindung zweier Menschen herstellen kann. Nämlich körperlich, geistig und gefühlsmäßig. Wie man sieht folgen wir hier der Trinität: Jesus (als Menschensohn), Hl. Geist und Gott als Liebe.
Doch wenn die Verliebtheit vergeht und wir eigenverantwortlich lieben und liebend handeln sollten, dann wenden wir uns lieber gegen den, der uns dazu auffordert. Und opfern ihn auch oft für den Reiz einer neuen Verliebtheit.

Die Verliebtheit geht immer mit einem „Haben-wollen“ einher.
Doch die Liebe ist ein Seinszustand. Sie bedarf keinerlei „Habens“.
Jesus forderte also, dass an nichts angehaftet werden dürfe. Er „verbot“ aber den Besitz keineswegs. Nur die Abhängigkeit davon ist selbstverständlich für die Liebe tödlich.

Auch die Jungfrauen-Geburt bekommt sofort Sinn. Für körperliche Geburten braucht man keinen Jesus. Jeder Mensch weiß, wie man Kinder macht und kriegt. Und wer es nicht weiß, schaffts auch ohne Wissen.
Aber für die Geburt des reinen Geistes und der Liebe, die vom Körper nicht betroffen ist, kann nur Gott als Vater auftreten, nicht Josef.

Und so kann man jedes einzelne Gleichnis, wenn man es nicht als unzumutbares Ansinnen an den Geist und nicht als Verbot unter Strafandrohung abwehrt, als Forderung für uns erkennen, mit Aussicht auf die einzig wahre Belohnung: Dem Himmelreich der Liebe auf Erden.

Ich habe diese meine Wahrheit allerdings nicht als erstes bei Jesus gefunden. Sondern ich kam über die Aufarbeitung einer schweren Krankheit über wissenschaftliche und philosophische Werke zu dieser Erkenntnis.
Alfred Adler, Erich Fromm, Viktor Frankl, Erwin Ringel, Karl Popper, auch der Dalai Lama, und noch einige mehr, standen für die mich gesundmachenden Erkenntnisse Pate.

Heute ist Jesus meine höchste Instanz. Wenn ich Probleme habe, suche ich bei ihm nach Antworten. Und er gibt sie immer. Nur, man darf sie sich nicht hinbiegen wollen! ER sagt die Wahrheit und wenn ich sie nicht sofort erkenne, dann weiß ich genau, dass es keinen Sinn macht, mit ihm „verhandeln“ zu wollen. Heil bringt nur, seine Antwort als wahr anzusehen.

Denn eines Tages entdeckte ich durch Zufall, dass auch Jesus genau dasselbe von uns „fordert“, wie Psychologen und Philosophen.
Ich war keine gläubige Christin im herkömmlichen Sinn, ging so gut wie nie in die Kirche, aber plötzlich entdeckte ich Jesus (als Gottessohn) an allen Ecken und Enden.
Im Anschluss daran fand ich ihn in den christlichen Religionen nicht vertreten und trat aus der Amtskirche aus.
Das ist übrigens schon 30 Jahre her. Also da hat sich auch schon einiges manifestiert, z.B. die Gesundheit, die einer damals zuvor 10jährigen Leidenszeit folgte …

Wir können aber zu den gleichen Ergebnissen gelangen und den Zugang zur Liebe finden, wenn wir eine gute Psychotherapie machen. Auch hier muss allerdings der Therapeut die Instanz sein. Wenn man versucht, ihn auszutricksen, wird das nichts.
Es gibt allerdings viel zu wenige gute Therapeuten. Viel zu oft wollen sie nur ihre eigenen Probleme auf ihre Klienten projizieren.
Deshalb ist man bei Jesus auf der sichereren Seite.

 

© m.l.

 

9 Comments

  • Traveller commented on 13. April 2016 Reply

    Einerseits war er der Menschensohn und andererseits der Gottessohn. (…) Wenn man diese beiden „Söhne“ miteinander verwechselt, kommt man nie auf einen grünen Zweig.

    Vielleicht trennen die meisten diese beiden „Söhne“ nicht konsequent, weil ja immer von der „Menschwerdung Gottes“ die Rede ist (zumindest in Kirche und Religionsunterricht; im Neuen Testament müsste ich jetzt nachlesen).

    Doch dann entdeckte er in sich die Botschaft Gottes, für dessen Verbreitung er auf die Welt gekommen war.
    Und er zeigte als Gottessohn, was diese Botschaft für uns bereithält.

    als Menschen brauchen wir anscheinend ein „menschliches Modell“, damit wir die Botschaft auf uns beziehen können

    Und – er war nicht sozial! Weil ER an nichts anhaften durfte. Auch nicht an Familie oder Freunden. Der MENSCHliche Auftrag ist aber ein anderer.

    nicht sozial – darüber habe ich noch nie nachgedacht
    aber wenn ich mich erinnere an das, was ich vom NT noch weiß, dann hast du recht
    eigentlich stand er immer für sich alleine, auch wenn er von anderen Menschen umgeben war

    Die Liebe ist also einfach immer da. Man muss sie nur IN SICH finden.

    Doch, wie findet man die Liebe?
    Indem man alles was Jesus als Gottessohn forderte, von der Perspektive aus betrachtet, dass man seine Forderungen nicht als solche ansieht, die VON uns verlangen, sondern FÜR uns.
    Indem man die Geschichte seiner Verfolgung als die Geschichte ansieht, was mit der Liebe leider viel zu oft geschieht. Aber auch erkennt, dass die Liebe immer wieder aufersteht und alles Körperliche überlebt.

    das klingt so klar und einfach
    warum nur wird das in der Amtskirche nicht genau so klar und einfach gehandhabt?
    vielleicht, weil sich die Amtskirche damit überflüssig machen würde?
    wieder mal Machtspiele?

    Denn eines Tages entdeckte ich durch Zufall, dass auch Jesus genau dasselbe von uns „fordert“, wie Psychologen und Philosophen.

    ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der Kirche und Glauben keine Rolle spielten, in der aber gehandelt wurde nach der Maxime „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ – eher ethisch begründet ohne religiösen Hintergrund
    ich habe mich bei weitem nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigt wie du
    aber die zentrale Botschaft der Liebe habe ich auch immer wieder gefunden

    und ich habe immer wieder festgestellt, dass das „Gebot der Nächstenliebe“ von den meisten nur halb wahrgenommen wird
    „Liebe deinen Nächsten“ sagen sie
    das „wie dich selbst“ wird oft unter den Tisch gekehrt
    Selbstliebe wirkt für viele anrüchig, klingt nach Narzissmus, Egozentrik
    aber auch hier gilt: von innen nach außen
    wenn ich mich selbst nicht liebe, nicht wertschätze und für mich sorge, kann ich auch andere nicht lieben

    Heute ist Jesus meine höchste Instanz. Wenn ich Probleme habe, suche ich bei ihm nach Antworten.

    wie machst du das? liest du im Neuen Testament? spürst du in dich hinein?
    das würde mich interessieren

    • mona commented on 16. April 2016 Reply

      die menschwerdung gottes beinhaltet aber die unterteilung in menschensohn und gottessohn im neuen testament. und mir erscheint sie wesentlich.
      und ja diese menschwerdung war unbedingt notwendig, weil seine botschaft ja niemanden anderen betraf als die menschen.

      nicht sozial – darüber habe ich noch nie nachgedacht
      aber wenn ich mich erinnere an das, was ich vom NT noch weiß, dann hast du recht
      eigentlich stand er immer für sich alleine, auch wenn er von anderen Menschen umgeben war

      nicht nur das. er forderte z.b. von seinen jüngern sich zu entscheiden, ob sie ihm folgen wollten (also der liebe) oder bei ihren familien bleiben wollten.
      das finde ich extrem bezeichnend. obwohl das nur wenige verstehen.
      ich verstehe das gut.
      weil eben das sozialwesen andere aufgaben im leben eines menschen hat als die liebe.
      da die liebe an nichts anhaften darf, darf sie es natürlich auch nicht an familie.
      der liebe zu folgen bedeutet nicht zwangsläufig, die familie verlassen zu müssen. das ist wirklich speziell auf jesus anzuwenden gewesen. da wäre beides nebeneinander nicht möglich gewesen.
      deshalb halte ich ja auch viel vom zölibat. auch für pfarrer ist es meines erachtens nach nicht möglich, familie und gott zu be“dienen“.

      das klingt so klar und einfach
      warum nur wird das in der Amtskirche nicht genau so klar und einfach gehandhabt?
      vielleicht, weil sich die Amtskirche damit überflüssig machen würde?
      wieder mal Machtspiele?

      ja, es geht um macht. ich denke, das ist leider ein menschlicher wesenszug, der eben der erbsünde geschuldet ist.
      und im zusammenhang mit der amtskirche, denke ich manchmal, dass es viele gar nicht so verstehen, wie ich. da wird wohl auch vieles einfach übernommen und in ritualen niedergebügelt. oder mit theologischem geschnörksel unkenntlich gemacht. oder versucht, damit eine elite zu schaffen, die das versteht und die schäfchen mit diesen ritualen zusammentreiben will.
      deshalb bin ich ja aus der amtskirche ausgetreten, weil ich jesus nicht in ihr vertreten fand.

      wenn ich mich selbst nicht liebe, nicht wertschätze und für mich sorge, kann ich auch andere nicht lieben

      aber ganz genau! und – man kann auch nicht geliebt werden. weil man die liebe nicht spüren und dadurch nicht erkennen kann.

      wie machst du das? liest du im Neuen Testament? spürst du in dich hinein?
      das würde mich interessieren

      ach, das ist natürlich gar nicht so einfach zu beschreiben. weil es sich in vielen jahren entwickelt hat. ich habe mir seinerzeit meine einsicht und erkenntnis erarbeitet. habe sie als wahrheit in mich aufgenommen und ihr ein emotionales bild gegeben. und mit diesem trete ich quasi auf meditativer ebene ins gespräch. in ein selbstgespräch könnte man sagen. wobei ich mich nicht in komplizierte meditationen begebe. es geht eher um eine ebene der begegnung in stille, das kann manchmal blitzschnell gehen. die erste antwort zählt. und dann beginne ich den zusammenhang zu suchen. und hinbiegen gilt nicht. und wenn ich nicht weiterkomme, dann erst suche ich im neuen testament. aber das ist schon jahre gar nicht mehr nötig. ich trage diese wahrheit quasi in mir. mach das ja schon jahrzehnte 😉
      aber wie gesagt, das kann ich sicher nicht gut beschreiben.

      übrigens habe ich auch andere spirituelle gesprächspartner, wie z.b. das innere kind. für alle gilt das gleiche muster. da kann man viel über sich erfahren.

  • Traveller commented on 18. April 2016 Reply

    weil eben das sozialwesen andere aufgaben im leben eines menschen hat als die liebe. da die liebe an nichts anhaften darf, darf sie es natürlich auch nicht an familie.

    hier grübele ich mal wieder
    der Mensch ist ein Herdentier, ist ein soziales Wesen, braucht andere Menschen und die Gemeinschaft mit ihnen
    verbinden kann er sich mit dieser Gemeinschaft doch nur über die Liebe
    wobei aber „Liebe“ an sich eine Grundhaltung ist, die nicht nur auf einzelne Personen bezogen sein soll, oder?

    ein emotionales bild gegeben. und mit diesem trete ich quasi auf meditativer ebene ins gespräch. in ein selbstgespräch könnte man sagen.
    (…)
    spirituelle Gesprächspartner

    ja, das klingt nach langer und intensiver Auseinandersetzung
    ich finde es toll, dass daraus so eine Klarheit erwächst und ein Weg, den man weiter gehen kann

    • mona commented on 18. April 2016 Reply

      nein, der mensch kann sich mit der herde nicht nur über die liebe verbinden.
      er kann nur sein abgetrennt-fühlen damit überwinden.

      aber wie gerade bei teil I. geantwortet, ich möchte versuchen, aus der antwort einen neuen monolog zu machen. denn diese grundsätze sind offensichtlich nicht so leicht auseinanderzuhalten, wenn man sich nicht so intensiv damit beschäftigt hat, wie ich.

      und wegen meiner spirituellen gsprächspartner:
      wichtig war für mich, zuerst meine „wahrheit“ zu erarbeiten, dann die instanz anzuerkennen. jetzt kann ich sie in gesprächen abrufen, sozusagen. und wie wir schon gemerkt haben, ich kann meistens gar nichts zitieren, weil ich ja alles sinngemäß meiner eigenen wahrheit zugefügt habe und nicht mir etwas umhängen ließ.
      gerade zu jesus möchte ich aber noch anfügen. es ist nicht sehr schwer. weil es ja nur eine grundrichtung gibt. man muss sich da also nicht vieles merken oder auf vieles eingehen. wenn man einmal die richtung erkannt hat, sind ja die gleichnisse unbedeutend geworden. oder die erlebnisse und geschichten. man muss es nur einmal erkennen, dann fällt alles wie ein mosaik von selber an die richtigen stellen.

  • Traveller commented on 19. April 2016 Reply

    stimmt, das ist wirklich nicht so einfach, weil wir umgangssprachlich nicht so klar differenzieren

    nein, der mensch kann sich mit der herde nicht nur über die liebe verbinden.
    er kann nur sein abgetrennt-fühlen damit überwinden.

    d.h. das Gefühl hilft nur im Gefühlsbereich
    die Verbindung mit der Herde geschieht dann über Handeln, also z.B. über liebevolle Kommunikation (oder über andere Handlungen)

    wichtig war für mich, zuerst meine „wahrheit“ zu erarbeiten

    meinst du damit das, was du für dich über den Menschen, über dich, über das Miteinander, über Gefühle und Empfindungen etc. herausgefunden hast?

    • mona commented on 25. April 2016 Reply

      ich meinte es IST eigentlich EINFACH!
      wenn man es einmal auseinandergeklaubt hat. dann geht’s irgendwie von allein.

      wie gesagt, für mich hängt das mit dem erarbeiten der wahrheit zusammen.

      ich meine die wahrheit, die man sich für sich selbst erarbeitet. das, was man selber als wahrheit anerkennen kann. und es gibt ja für den menschen nur die eine.
      viele wahrheiten kann er nicht verarbeiten. er hat immer nur eine. und er sortiert dort alles hinein.

      was er jetzt dieser wahrheit angliedert, obliegt ihm selbst.
      und wenn es solche hilfreichen wege sind (welche, die in die ewigkeit weisen, also eine lebendige flussrichtung haben), dann geht das irgendwann recht leicht.
      weil man immer und überall auf die gleiche wahrheit trifft. die unsicherheiten verschwinden.

      wenn man nach unterschiedlichen wahrheiten ausschau hält, dann wird’s ungleich schwerer. weil man eben selber nur eine hat.

      um diese wahrheit zu festigen, kann man ruhig die perspektiven verändern, soll man sogar. aber die wahrheit ändert sich dadurch nicht! man kriegt nur eine ganz andere sicherheit im umgang mit ihr, wenn man sich auf diese art zugang zu ihr erarbeitet.
      ist das verständlich?

      aber genau darüber wär ein neuer monolog anscheinend hilfreich.

  • Traveller commented on 19. Mai 2016 Reply

    ich meine die wahrheit, die man sich für sich selbst erarbeitet. das, was man selber als wahrheit anerkennen kann. und es gibt ja für den menschen nur die eine.

    mir ist immer noch nicht klar, auf was sich deine „Wahrheit“ bezieht
    mir ist das hier zu abstrakt – von daher bin ich gespannt auf einen Monolog dazu

    was die „eine Wahrheit“ angeht, denke ich, dass es dabei um Konsistenz, um Authentizität geht, oder?

    • mona commented on 21. Mai 2016 Reply

      oje, hoffentlich komme ich da jetzt wieder hinein … also um einen neuen monolog zu schreiben, meine ich. thematisch bin ich selber schon immer drin 😉

      so viel auf jeden fall:
      die EINE wahrheit ist für mich die allumfassende wahrheit. also mein göttliches prinzip

      MEINE wahrheit ist dann das, was ich davon erkennen und es in mein leben als wahrheit integrieren kann.

      ist das leichter verständlich? oder noch immer nicht?

  • Traveller commented on 23. Mai 2016 Reply

    okay, mit dem Hinweis auf dein göttliches Prinzip ist mir klar, was „Wahrheit“ meint
    (glaube ich jedenfalls)

    danke dir 🙂

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